Ende Januar, Abschlussprüfung

Ende Januar:
Ich bin gerade in den letzten Zügen der Abschlussprüfung zu meiner Ausbildung als Programmierer. Die schriftliche Prüfung hab ich mit einer mittleren 3 bestanden, ich sag ja immer, „hauptsache bestanden“! 🙂

Morgen ist der letzte Teil der Prüfung, eine Präsentation die ich halten muss, und eine kleine anschließende Fragerunde.

Ich bin nicht sehr aufgeregt, habe meine Präsentation schon zwei mal für mich und ein mal vor Arbeitskollegen gehalten, die sie sehr gut fanden, das beruhigt schon mal.

Ich fahre zusammen mit einem Mitprüfling zum Ort der Präsentation und bin heilfroh, dass ich vor ihm drankomme, denn er hat seine Präsentation schon bestimmt 10 mal gehalten und trumpft mit lauter Extras auf. So können Sie mich für gut befinden, der Ausschuss mus mir ja sofort meine Note geben, und ihn dann für noch viel besser beurteilen.

Wären wir in umgekehrter Reihenfolge dran gewesen, dann hätte ich ziemlich alt ausgesehen mit meiner stinknormalen Präsentation.Puh! Man muss auch mal Glück haben im Leben. 🙂

Ende Januar einige Tage später:

Wuhuuu, Prüfung mit einer 3 bestanden, 75%, am Freitag war es soweit.

8 Uhr los, um 8:40 Uhr mitten in der Stadt. Zuerst haben wir das Gebäude nicht gefunden, nach 10 Minuten Suche dann doch noch, und obwohl mitten in der Stadt, direkt nen Parkplatz vor der Tür bekommen. Mein Kumpel, der nach mir Prüfung hatte, schleppe auch ne große Kiste mit, die gefühlte 100 Kilogramm wog. 🙂
Da war es sehr praktisch, dass wir direkt gegenüber dem Eingang einen begehrten Parkplatz bekamen.
Von 8.50 Uhr an hatte ich dann noch gute 40 Minuten Zeit, und mein Kumpel sogar noch 1 Stunde und 40 Minuten. Der war so hibbelig, dass er die ganze Zeit hin und her lief. während ich, von meiner Freundin auch oft „Der Ruhepol“ genannt, mich auf einen Stuhl setzte und abwartete.
Der Prüfling, der vor mir dran war, kam heraus, weil er auf seine Benotung warten musste, und erzählte uns kurz was die Prüfer so wissen wollten. Das war gut, denn ich hatte von den Sachen fast gar keinen Plan, doch so konnte ich mich dann doch etwas vorbereiten. :o)

Ich hatte gerade noch so mitbekommen, dass die Prüfer nach Programmiermodellen fragen werden, haben sie dann auch, ich hab ein paar aufgezählt, und sollte dann eins anzeichen – argh! hab einfach das Spiralmodell genommen und ne Spirale angemalt und bissl was dazu gebrabbelt. Die reaktion war: „Das ist eine sehr besondere Interpretation des Spiralmodells“ also FAIL! 🙁
Als man mich dann fragte, nach welchem Modell ich programmiere, hätte ich beinahe TRY AND ERROR – Modell gesagt, konnt es mir aber verkneifen. 😉

Während ich meinen Vortrag hielt und mich einen Kreuzverhör von Fachfragen stellte, lief mein Kumpel noch 4 mal auf Toilette. Durch seine Aufregung und das viele Gelaufe war er nach seiner Prüfung total erschöpft. :o) Er hat natürlich auch bestanden.
Dann gings erst mal wieder schön in die Firma, mich kurz feiern lassen um dann zu Hause ein wenig zu chillen *g*.
Abends ging es dann in volle Feierprogramm, edel beim Griechen mit meiner Freundin, dann mit Freunden Billard spielen und abrundend bis in den Samstag hinein in einer gemütlichen Kneipe mit einem 2-Uhr-Döner als Betthupferl (boah war mir danach schlecht …) 😉

Nun kann das dicke Geld kommen, denn ich wurde übernommen. =D
Für die Renovierung der Wohnung etc. braucht man ja auch ein paar Taler.

Gruß, Sunnysunshadow